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Vorschau


Ohrringe, Merowingerzeit, 2. Hälfte 7./Anfang 8. Jh. n. Chr., Kleve-Rindern.  LVR-LandesMuseum Bonn. Foto: Jürgen Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.

26.11.2016-26.3.2017 ZERO ist gut für Dich

26.11.2016-26.3.2017

ZERO ist gut für Dich.

Mack, Piene, Uecker in Bonn 1966/2016

In Kooperation mit der ZERO foundation, Düsseldorf

Unter dem positiven Motto ,ZERO ist gut für Dich’ feierten die Düsseldorfer ZERO-Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker vor 50 Jahren das Ende ihrer langjährigen Kooperation mit einem ,ZERO-Mitternachtsball’ im Bahnhof Rolandseck (Remagen). Vorausgegangen war die Eröffnung der Ausstellung ZERO in Bonn, die am 25. November 1966 die drei Künstler zum letzten Mal in einer gemeinsam konzipierten Ausstellung vereinte. ZERO entstand 1958 aus Initiative der Künstler, das Ende von ZERO folgte entsprechend einer selbst gewählten Inszenierung – ein Ende das für die Künstler zugleich einen Neuanfang darstellte.

In Anlehnung an die historische Ausstellung in Bonn zeigt ZERO ist gut für Dich ausgewählte Arbeiten von Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker aus den späten ZERO-Jahren. Exemplarisch spiegeln sie die von den Künstlern kurz zuvor gesammelten Erfahrungen in den USA wieder. Insbesondere ihre Eindrücke von der Metropole New York wirkten sich auf ihren künstlerischen Umgang mit Licht, Raum und Bewegung aus. Im Zentrum stehen drei Raum- bzw. Multimediainstallationen aus dem Jahr 1966. Die von Heinz Mack (Zwischen Himmel und Erde) und Otto Piene (Lichtballett „Hommage à New York“) speziell für die Ausstellung ZERO in Bonn konzipierten Installationen werden erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Form präsentiert, ergänzt um Günther Ueckers Lichtplantage.

Die Ausstellung basiert auf einem Forschungsprojekt der ZERO foundation, das sich den vom Rheinland ausgehenden Aktivitäten der internationalen ZERO-Bewegung widmete und vom LVR unterstützt wurde.


28.6.2017 - 28.1.2018 Die Zisterzienser

Die Zisterzienser.

Das Europa der Klöster

29.6.2017-28.1.2018

Der „Konzern der weißen Mönche“

650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation.

Entdecken Sie in der Ausstellung die Spiritualität, die Lebenswelt der Klöster und vor allem die Gründe dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte: Die Zisterzienser besinnen sich auf die Regel des heiligen Benedikt aus dem 7. Jahrhundert – „Bete und arbeite“ –und finden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird. Sie entscheiden sich für ein zurückgezogenes Leben meist fernab der Städte. Sie legen ein für alle Klöster verbindliches Regelwerk fest, die „Carta caritatis“, die „Urkunde der Liebe“, das sie aber bei Bedarf durchaus kreativ auslegen dürfen. Und sie fordern eine Reduktion auf das Wesentliche in Lebensführung, Kunst und Architektur. Sie schaffen Werte und Innovationen, die auch heute noch faszinieren.

Die Ausstellung

Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Exponate wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Zahlreiche Meisterwerke der mittelalterlichen Kunst aus den Klöstern der Zisterzienser werden so nie wieder zusammen zu sehen sein. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Ganz selten nur sind Bildtafeln dieser Zeit in solcher Frische erhalten. Sie werden gemeinsam mit den zugehörigen Skulpturen erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung zu sehen sein. Aus Paris kommt die einzigarte Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Louvre. Vier als Reliquien verehrte Schädel, reich und kostbar verziert, als seien die Knochen in Preziosen verwandelt, stammen aus dem Altar des Zisterzienserinnenklosters Marienfeld. Das Grabtuch des Holmger Knutsson, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden ist heute im Besitz des Nationalmuseums Stockholm und zum ersten Mal außerhalb Schwedens zu bewundern.

Netzwerke

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Lebenswelt der Mönche und Nonnen, sondern auch das nicht immer einfache Verhältnis zu den weltlichen Herrschern ihrer Zeit. Auch auf die Rolle der Zisterzienser als innovativer und sehr erfolgreicher Wirtschaftskonzern geht die Ausstellung ein. Drei historische Akteure zeigen, wie vernetzt der Orden in Europa tatsächlich war: Stephan Harding (um 1054-1139) sowie Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153), beide schon früh als Heilige verehrt, sind als Äbte und Theologen maßgeblich für die Ausbreitung und Identität des Ordens verantwortlich. Bernardus Paganelli ist als Eugen III (+1153) der erste Zisterzienser auf dem Papststuhl.

Ars scribendi / Die Schreibwerkstatt

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert, so etwa vier Codices aus der Frühzeit des Ordens, die heute in Dijon aufbewahrt werden. Sie zählen zu den kostbarsten und berühmtesten Zeugnissen der Buchkunst des gesamten hohen Mittelalters. Sie können nicht nur die Originale bewundern, sondern auch eigens für die Ausstellung hergestellte originalgetreue Faksimiles. Diese bieten die einmalige Gelegenheit, die Bücher durchzublättern und nicht nur die aufgeschlagenen Seiten der Originale anzusehen. Übersetzungen der Texte, Musik und Erläuterungen lassen Sie tief in die faszinierende Geisteswelt des Mittelalters einzutauchen.

Martin Luther und die Zisterzienser

Martin Luther setzte sich besonders mit den kirchenkritischen Schriften des Zisterzienserabtes Bernhard von Clairvaux auseinander. Daher schließt die Ausstellung anlässlich des 500. Jubiläumsjahres der Reformation in 2017 mit Martin Luthers Blick auf die Zisterzienser.

Klosterruine Heisterbach

Bereits ab dem Frühjahr 2017 stellt das Siebengebirgsmuseum in Königswinter die Entwicklungsgeschichte der ca. 10 km entfernten ehemaligen Zisterzienserabtei Heisterbach vom Mittelalter bis in die Gegenwart aus und führt damit die zentralen Themen der Bonner Ausstellung an einem konkreten Beispiel fort.

Mitmach-Stationen

Wie fühlt es sich an, eine Kutte zu tragen? Wie schwierig ist es, ein Schweigegelübde einzuhalten und sich nur über Gesten zu verständigen? Mitmachstationen laden Sie zum Entdecken und Ausprobieren ein. Unsere „Schreibwerkstatt“ zeigt Ihnen, wie die oft reich verzierten Handschriften im Kloster entstanden sind.

Rahmenprogramm

Die Zisterzienser waren erfolgreiche Landwirte. Im Skulpturenhof des LVR-LandesMuseums lernen Sie auch die besonderen Obstzüchtungen der Zisterzienser, etwa die Apfelsorte „Graue Renette“, kennen. Verschiedenste Konzerte, Vorträge und Sonderführungen zeigen die Welt der Klöster aus immer wieder wechselnder und aktueller Perspektive. In Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg finden Exkursionen zu den Zisterzienserklöstern des Rheinlandes und der Nachbarregionen statt.

Begleitbuch

Das Begleitbuch zur Ausstellung vertieft die Themen der Ausstellung. Über 300 farbige und meist großformatige Abbildungen und die aufwändige Gestaltung machen das Buch auch zu einem visuellen Genuss. Es kostet im Museumshop 24,95 € im Buchhandel 29,95 €. Zudem erscheint zur Ausstellung der wissenschaftliche Sammelband „Die Zisterzienser im Mittelalter“, der auf eine vorbereitende Tagung zurückgeht.


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Test LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Tel. +49 (0) 228 / 2070 - 0, Fax +49 (0) 228 / 2070 - 299

Öffnungszeiten Museum

Test DI bis FR, SO und Feiertag 11 - 18,

SA 13 - 18 Uhr, MO geschlossen

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10 Uhr möglich

Öffnungszeiten Bibliothek

MO bis FR 8 - 16 Uhr