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Architektur

Das LVR-LandesMuseum Bonn bietet einen einzigartigen Einblick in die Kulturgeschichte des Rheinlandes, einer Kernregion Europas. Es ist das größte und älteste Museum des Landschaftsverbandes Rheinland. Auch die Architektur des Museums kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

1820 wurde das heutige LVR-LandesMuseum Bonn als "Museum Rheinisch-Westfälischer Alterthümer in Bonn" gegründet. 1898 entstand nach den Plänen von Clemens Guinbert ein eigenes Gebäude für das Museum, das 1907 von Heinrich Röttgen um einen zweigeschossigen Dreiflügelbau erweitert wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser Gründungsbau zerstört. Rainer Schell ersetzte diesen Teil durch einen seinerzeit wegweisenden Neubau, der 1967 eröffnet wurde. In einer sechsjährigen Umbauphase wurde dieses Gebäude ab 1997 nach Plänen der Architektengruppe Stuttgart um Knut Lohrer modernsten museologischen und ökologischen Standards angepasst.

Der am 21. November 2003 eingeweihte Neubau präsentiert sich als eine Art Schatztruhe: ein dreigeschossiger Holzquader mit einer umschließenden Glasfassade und einem Glasvorbau wendet sich der Colmantstraße zu. Richtung Bachstraße schließt sich die denkmalgeschützte Fassade aus rötlichem Sandstein von 1905 an. Transparenz ist wesentliches Element des architektonischen Gesamtkonzeptes. Die Glashülle vermittelt auch den Eindruck eines "Hauses in der Vitrine" und weist somit direkt auf die Funktion und die Bedeutung des Gebäudes als Museum hin.

Die neue Fassade besteht aus horizontalen Holzbändern, die sich mit leicht angewinkelten Betonteilen abwechseln. Die verdrehten Betonelemente öffnen die Fassade mit schmalen Fenstern und beleuchten das Innere. Die innere Holzfassade mit den eingestellten Schotten, die "Fundkisten mit Grabungsinhalten“ symbolisieren, weist auf die überregionale Bedeutung der reichen archäologischen Sammlung des Landesmuseum hin.

Als wesentliche Materialien wurden Glas, Stahl, Holz und Beton verwendet. Diese wurden in ihrer Natürlichkeit belassen, also unbehandelt, soweit es sich nicht um notwendige Schutzmaßnahmen gegen Korrosion oder dergleichen handelt. Durch diese reduzierte Materialanwendung konnte eine Immaterialität erzielt werden, die für den Besucher nur den Raum erlebbar macht, ansonsten den Fokus auf die Inhalte, die Exponate und die Inszenierungen lenkt.

Über den Glasvorbau werden der Alt- und der Neubau erschlossen. Von hier aus gelangt man in die Oberlichthalle des historischen Museums, die mit einer gläsernen Tonnendecke neu gestaltet wurde. Neben Ausstellungs- und Depotflächen nimmt der Neubau auch eine Bibliothek sowie Werk- und Seminarräume auf.

Zur linken Seite des Gebäudes öffnet sich der Skulpturenhof, eine kleine innerstädtische Ruhezone, die als öffentliche Fußgängerverbindung zwischen Colmantstraße und Bachstraße fungiert. Daneben befindet sich eine Tiefgaragenabfahrt in zwei hell ausgelegte Garagengeschosse mit knapp 100 Stellplätzen. Zur rechten Seite blickt man in den Hof, über den die Transportaufgaben für Museumsverwaltung, Werkstätten und Depots abgewickelt werden. Das frühere Verwaltungs- und Bibliotheksgebäude wurde durch Erweiterungsbauten vergrößert. Heute ist hier in hellen Werkstätten, Laboren und Ateliers eine der größten und modernsten Resturierungswerkstätten in Europa mit internationalem Renommee untergebracht. Exponate und Funde der Bodendenkmalpflege werden hier erfasst, erforscht und restauriert. Die Verwaltungsräume des Museums befinden sich in ehemaligen Wohnhäusern in der Bachstraße.

LED-Beleuchtung

Sanierung der Innenbeleuchtung des LVR-LandesMuseum Bonn

Förderkennzeichen: 03KS5618

Im Rahmen unserer Bestrebungen nachhaltig und umweltschonend zu wirtschaften, haben wir im LVR-LandesMuseum Bonn im Ausstellungsbereich die Halogenbeleuchtung gegen energieeffiziente LED-Beleuchtung getauscht. Unsere Eigenmittel und die 40%ige Förderung durch den Projektträger Jülich (PTJ) haben uns finanziell in die Lage versetzt, diesen Schritt in eine energiesparende und gleichzeitig lichttechnisch hochwertige Beleuchtung zu gehen. Die erste Projektlaufzeit war vom 1.12.2013 bis zum 30.11.2014.

Der Austausch der Leuchten ist im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt sind 1549 Leuchten in der Zeit vom 1.4.2014 bis zum 31.11.2014 ausgetauscht worden.

Bezüglich der Ausleuchtung der Exponate und der Wahl der entsprechenden Vorsatzlinsen oval, flat und 8° bzw. 24° wurden die ersten Betriebserfahrungen gemacht. Das Ergebnis der Lichtfarbe ist sehr zufriedenstellend, außerdem kontrastreicher und naturgetreuer.

Die lange Lebensdauer von 50.000 Stunden und die geringe elektrische Leistung der Leuchten wirkt sich sehr positiv auf die Personalkapazitäten, wie etwa den Leuchtmittelwechsel, aber auch auf die Energie –und Materialeinsparung und somit auch auf die Betriebskostenreduzierung des Hauses aus.

Die Rückmeldung von den Ausstellungsmachern, den Mitarbeitern des Museums und der Besucher ist ausnahmslos positiv.

Weitere Informationen:

Beteiligte Firmen:

 

2. LED-Projekt

KSI: Modernisierung des LVR-LandesMuseum Bonn durch Umstellung auf energieeffiziente LED

Förderkennzeichen: 03K01293

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Projektes im LVR-LandesMuseum Bonn wurde die zweite vom Projektträger Jülich (ptj) geförderte Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen vom 1.12.2014 bis 30.11.2016 im Museum umgesetzt.

Zusätzlich zu der Ausstellungsbeleuchtung wurden in einem zweiten Schritt die Lichtdecken des Alt- und Neubaubereiches, die Rampenbeleuchtung der Treppenaufgänge und eine Auswahl von Ausstellungsvitrinen auf die neue LED-Technik umgerüstet.

 

Weitere Informationen:

Beteiligte Firmen:


Kontakt

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Tel. +49 (0) 228 / 2070 - 0, Fax +49 (0) 228 / 2070 - 299

Öffnungszeiten Museum

DI bis SO und Feiertag 11 - 18 Uhr,

MO geschlossen

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10 Uhr möglich

Öffnungszeiten Bibliothek

MO bis FR 8 - 16 Uhr

MI 8 - 18 Uhr