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Geschichte des Museums

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Veränderung der inhaltlichen Ausrichtung des Museums. Die Institution wurde 1874 zum "Provinzialmuseum Bonn" mit angegliedertem wissenschaftlichen Forschungsbereich. Unter der "Provinzialverwaltung der Rheinlande", dem heutigen Landschaftsverband Rheinland (LVR), verschob sich der Fokus zugunsten der regionalen Geschichte - ein Schwerpunkt, der auch heute Gültigkeit besitzt.

Nach Plänen von Clemens Guinbert kam es 1893 zum Bau eines neuen Museums, das bereits 1909 um einen Erweiterungsbau ergänzt wurde. Dieser heutige Altbau des LandesMuseums beherbergte zunächst die Gemäldegalerie. Die Sammlung von Werken der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert geht zu einem bedeutenden Teil auf das Sammlerehepaar Otto und Mathilde Wesendonck zurück und besitzt einen besonderen Schwerpunkt im Hinblick auf die Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts.

Unter den Nationalsozialisten erhiet das Museum vorübergehend eine inhaltliche Neudefinition hinsichtlich der herrschenden Ideologie. In dem zum "Volks- oder Erziehungsmuseum" umformulierten Selbstverständnis wurde die Sammlung um große Teile geschmälert und wiederum mit Raubkunst erweitert. 1939 wurde das Haus, das seit 1934 Rheinisches Landesmuseum Bonn hieß, bis 1944 für die Öffentlichkeit geschlossen.

Erst mit der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg wird die chronologisch angelegte Sammlung auf die Kunst der Moderne und Gegenwart besonders des Rheinlandes erwei-tert. Die Rheinischen Expressionisten finden Einzug in die Sammlung, ebenso wie Künstler der konstruktivistischen und realistischen Strömungen und der Neuen Sachlichkeit. Die Kunst nach 1945 ist heute besonders mit abstrakten und konzeptuellen Positionen vertreten. Einen wichtigen Schwerpunkt der Kunstsammlung bildet ein umfangreicher Bestand zur Fotografiegeschichte von den 1920er Jahre bis in die Gegenwart.

Ende der 1980er Jahre wurde ein umfassender Umbau in Angriff genommen. Neben einer neuen Fassade erhielt das Museum eine geänderte Raumstruktur. Aufbereitet in neun Themen werden die Werke der Sammlung in der Dauerausstellung erfahrbar. Das "Themen-Museum" zeigt Objekte aus verschiedenen Zeitkontexten im dialogischen Zusammenhang. Es konfrontiert das weite Sammlungsspektrum in Themengruppen wie "Von der Urlandschaft zur Stadtlandschaft" oder "Macht und Mächte" jenseits einer chronologischen Ordnung.

Seit 2008 trägt das größte Museum des Landschaftsverbands Rheinland den Namen LVR-LandesMuseum Bonn.


Kontakt

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Tel. +49 (0) 228 / 2070 - 0, Fax +49 (0) 228 / 2070 - 299

Öffnungszeiten Museum

DI bis SO und Feiertag 11 - 18 Uhr, SA 13 - 18 Uhr

MO geschlossen

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10 Uhr möglich

Öffnungszeiten Bibliothek

MO bis FR 8 - 16 Uhr

MI 8 - 18 Uhr